Aktueller Gesundheitstipp April 2004

Was tun bei Frühjahrsmüdigkeit?

 

Kaum ist die trübe Jahrszeit vorbei und die Sonne erfreut unser Gemüt, ereilt so manchen die Frühjahrsmüdigkeit und trübt die Freude an der schönen Jahrszeit. Sie ereilt uns zu Hause, im Büro, tagsüber oder nachts, jedoch nur zu einer bestimmten Jahreszeit: Im Frühling. Die Symptome sind Schlappheit, Gereiztheit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Die Energie sinkt, und man fühlt sich lustlos.

Die Frühjahrsmüdigkeit ist jedoch keine Krankheit und sie hat mehrere plausible Erklärungen:

1.) Die längeren Tage:

Der frühe Sonnenaufgang verkürzt die Nacht um ein paar Stunden und reduziert unsere Tiefschlafphase. Wir wachen auf und sind unausgeschlafen, da die Tiefschlafphase der erholsamste Teil des Schlafes ist.

2.)  Der veränderte Stoffwechsel:

Die Ernährung im Winter ist häufig einseitiger und fetthaltiger als sonst – man denke an das Weihnachtsmenü, gefolgt von der Silvesterparty. Für unsere Vorfahren war die erhöhte Kalorienzufuhr im Winter noch eine notwendige und praktische Maßnahme, da sie ihre Häuser nicht  heizen konnten wie wir das tun. Heute jedoch sammelt sich überflüssiges Fett an Bauch, Hüften und Beinen an. Der Körper stellt seinen Stoffwechsel auf „Speichern“ um.

Dazu kommt, dass der Vitaminvorrat vom letzten Sommer  aufgebraucht ist. Auch deshalb  ermüden wir schneller. Bei wärmeren Außentemperaturen stellt sich dann der Körper langsam wieder um, und die meisten von uns müssen sich nicht mehr vor der Waage fürchten. Deshalb ist der Frühling auch ideal, um eine Entschlackungskur durchzuführen.
 

3.)  Das Melatonin:

Im Frühling bildet unser Körper mehr Melatonin. Eigentlich sorgt dieses Hormon für erholsamen Schlaf und die Regelung des Tag-Nacht-Zyklus. Die kurzen Wintertage mit schwachem Sonnenschein regen den Körper zu vermehrter Melatonin-Bildung an. Doch zu viel Melatonin im Blut bewirkt, dass wir uns auch tagsüber müde fühlen.

Erst wenn die Tage länger werden und dauerhafter Sonnenschein hereinbricht, bildet unser Körper Serotonin, das sogenannte Glückshormon, und wir fühlen uns wieder fit.
 

Was kann man tun, um schnell wieder fit zu sein?

Die meisten "übermüdeten" Menschen warten einfach, bis sich der Körper von selbst wieder umgestellt hat. Dies ist normalerweise nach zwei bis sechs Wochen der Fall, je nachdem wie schnell der Körper sich umstellt.

Zur Unterstützung hilft es:

  • jeden Tag einen Spaziergang von mindestens 30 Minuten an der frischen Luft zu machen um Sauerstoff zu tanken.
  • nicht zu spät ins Bett zu gehen (möglichst deutlich vor Mitternacht), um eine ausreichende Tiefschlafphase zu gewährleisten.
  • auf eine ausgewogene Ernährung mit hohem Frischkostanteil zu achten.
  • morgens Wechselduschen durchzuführen, um den Kreislauf anzuregen (mit kalt beginnen und mit kalt beenden.)
  • Eine entschlackende Teekur über einen Zeitraum von vier Wochen durchzuführen mit folgender Teemischung:
  • 50 g Brennesselblätter
  • 50 g Goldrutenblätter
  • 50 g Löwenzahn (Kraut und Wurzel)
  • 50 g Ackerschachtelhalm

1 gehäufter Esslöffel dieser Mischung mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und den Tee über den Tag verteilt trinken.