Die homöopathische Reiseapotheke:
Viele Beschwerden, die im Urlaub auftreten, können Sie mit homöopathischen Mitteln gut selbst behandeln. Hier stelle ich Ihnen die wichtigsten Mittel für typische Reisebeschwerden vor. Sollten Beschwerden unklar sein oder länger als zwei Tage anhalten, suchen Sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf! Bei allen angegebenen Mitteln nehmen Sie im Akutfall alle 15 Minuten 4 Globuli (Kügelchen); sobald es Ihnen besser geht, verlängern Sie die Abstände.
Reiseübelkeit:
Cocculus D6: Die Übelkeit ist verbunden mit Schwindel; , der Magen fühlt sich leer an, der Geruch oder Anblick von Speisen verschlimmern den Zustand, ebenso frische Luft. Liegen verbessert den Zustand.
Borax D6: Die Übelkeit wird ausgelöst durch Abwärtsbewegungen (beim Flugzeug oder dem Schaukeln eines Schiffes)
Petroleum D6: Die Übelkeit ist verbunden mit Kopfschmerzen im Hinterkopf ; beim Aufstehen tritt Schwindel auf , der Magen fühlt sich hohl an.
Tabacum D6: Die Übelkeit ist begleitet von einem Schwächegefühl, Erbrechen bringt Erleichterung, frische Luft bringt Besserung, ebenso das Entblößen des Bauches (eigentümliches aber zuverlässiges Symptom, v.a. bei Kindern!)
Sonnenbrand:
Cantharis D12: Brennende stechende Schmerzen, Verbrennung 2. Grades
Urtica Urens D6: Verbrennung 1. Grades ohne stechendes Gefühl, auch bei Sonnenallergie
Belladonna D6: hochrote Haut, verbunden mit pulsierenden Kopfschmerzen
Magen- Darmbeschwerden:
Arsenicum album D6: Enorme Schwäche, Lebensmittelvergiftung mit Durchfall und Erbrechen, trotzdem besteht Durst auf kalte Getränke, brennende Schmerzen im Magen, ätzender Geruch des Stuhls, der zu Reizungen des Afters führt. Frösteln und Verschlimmerung bzw. Einsetzen der Symptome gegen Mitternacht.
Carbo vegetabilis D12: Brechdurchfall mit heftigen Krämpfen und wegschießenden Stühlen, die oft grünlich sind. Der Kreislauf reagiert mit und es besteht große Unruhe.
Nux vomica D6: Die Übelkeit tritt nach übermäßigem Essen oder nach Trinken von zuviel Alkohol auf und ist begeleitet von großer Reizbarkeit. Das Mittel ist auch geeignet, wenn „durcheinander“ gegessen wurde. Wärme wird nicht vertragen.
Insektenstiche:
Ledum D6: Das am häufigsten gebrauchte Mittel bei Stichen von Stechmücken, Spinnen, Bremsen. Die Stiche jucken und schmerzen, rosa Schwellung, Kälte bessert.
Apis D12: Bei Bienen- und Wespenstichen und bei allergischen Reaktionen auf Insektenstiche (dort aber wegen der Schockgefahr außerdem Arzt aufsuchen!) Stark gerötete und geschwollene Einstichstelle mit stechendem brennendem Schmerz.
Staphisagria D6: Bei stark juckenden Stichen, die großflächig (fladenartig) anschwellen).
Erkältung:
Aconitum D6: Plötzlicher heftiger Beginn, meist nachts, oft nach Einwirkung von kaltem Wind, Fieber, trockener Husten, Kurzatmigkeit und Unruhe
Belladonna D6: Heftiger Beginn, meist nachmittags, hochroter Kopf, kalte Hände und Füße, kein Durst trotz Hitze, pochende Kopfschmerzen, hohes Fieber.
Ferrum phosphoricum D12: Schleichender Beginn, nur leicht erhöhte Temperatur, Blässe, Schwäche, oft nach Schwitzen oder nach Anstrengung, Frösteln, Hunger auf saure Speisen.
Gelsemium D6: Wässriger Nasenausfluß, Fieber, Gliederschmerzen und Nackenschmerzen, Kopfschmezen, sehr mattes krankes Gefühl und Halsschmezen.
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