Gesundheitstipp März/April 07

 

Gesundheitstipp März/April 2007

 

Enzyme – Powerstoffe für den Körper


Enzyme sind Eiweißverbindungen, die für fast alle wichtigen Stoffwechselprozesse im Körper notwendig sind. Sind sind beteiligt am Wachstum, bei  der Verdauung, Fortpflanzung und Atmung.

Enzyme werden  als sog. Biokatalysatoren bezeichnet. Als Katalysator bezeichnet man Stoffe, die in kleinster Menge und ohne sich dabei bleibend zu verändern, in großem Umfang chemische Umsetzungen durch Steuerung der Reaktionsgeschwindigkeit ermöglichen.
In lebenden Organismen sind es Enzyme, die diese Katalysatorfunktion übernehmen. Sie ermöglichen und beschleunigen chemische Reaktionen, die unter den Milieubedingungen (Temperatur, Druck, Säure) in lebenden Zellen nicht oder nur unendlich langsam ablaufen würden.

Sie bewirken außerdem, dass der Körper aus der Nahrung Energie aufnehmen kann. Ohne Enzyme würde unser Organismus nicht funktionieren.

Auch manche Lebensmittel, wie Joghurt, Käse, Brot, Wein und Bier entstehen erst durch die Mitwirkung von Enzymen.

Bis heute sind ca. 2.500 verschiedene Enzyme bekannt, die u. a. in Ananas, Feigen, Papayas und Melonen vorkommen. Pflanzliche Enzymen sind zum Beispiel das Bromelain aus der Ananas oder das Papain aus der Papaya. Daneben gibt es auch tierische Enzyme, wie das Pankreatin aus der Bauchspeicheldrüse.

Körpereigene Hilfe zur Selbsthilfe

Enzyme können nicht alles, aber sie tragen dazu bei, dem Körper die Kraft zu geben, sich selbst zu heilen. Enzyme haben sich bei Entzündungen, Durchblutungsstörungen und insbesondere bei Sportverletzungen bewährt. Bei Sportarten mit hoher Verletzungsgefahr werden Enzyme gerne vorbeugend eingesetzt, da Schwellungen und Entzündungen dadurch rascher abklingen. Enzyme verbessern die Durchblutung an der entzündeten Stelle und helfen auch bei "blauen Flecken" (Blutergüssen).

Enzymtherapie

Die Enzymtherapie gehört zu den Naturheilverfahren und ist eine der ältesten Heilmethoden der Menschheit. Bereits in der Bibel wird die Heilung eines Geschwürs durch Auflegen eines Breies aus Feigen beschrieben, was letztendlich eine "Enzymtherapie" ist, denn in Feigen ist das Enzym "Fiscin" enthalten. Und auch Adam griff bekanntlich nach dem Feigenblatt, wenn auch aus anderen Gründen. Feigenblätter werden heute noch in arabischen Ländern zur Wundheilung benutzt.
Die Inkas legten Papaya und Ananasblätter auf eitrige, schwer heilende Wunden, aber auch innerlich wurde die Pflanze bzw. deren Extrakte, z. B. bei Wurmerkrankungen und z.T. bei einer psychischen Problematik, mit Erfolg benutzt.
J. BEARD konnte mit frischem Pankreassaft (Trypsin) Tumore verschwinden lassen. Die Betonung liegt auf "frisch", da Enzyme schnell unwirksam werden und altern.

Die Einnahme von eiweißspaltenden (proteolytischen) Enzymen ist eine der wesentlichen naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Viele Wirkungen der Enzymtherapie entstehen durch die Zusammenarbeit mit dem Immunsystem und der Regulation von Abwehrreaktionen.
Die Ziele einer sog. systemischen Enzymtherapie sind vielfältig. Sie unterstützt den Körper in Belastungssituationen, wie bei chronischen oder akuten Entzündungen, Gefäßerkrankungen, malignen Erkrankungen oder Virusinfektionen.

 

Bedeutung von Enzymen in der Krebstherapie


Neben der abschwellenden und entzündungshemmenden Wirkung von Enzymen (z.B. gut geeignet als Grippemittel, festsitzendem Husten bzw. Nasennebenhöhlenprozessen und Verletzungen im sportlichen Bereich) ist jedoch von Bedeutung, daß Enzyme Metastasierungsprozesse beeinflussen und wachstumshemmend auf Primärtumore wirken können. So hat man z. B. in den neunziger Jahren festgestellt, daß Bromelain (aus Ananasstengel) sogenannte Adhäsionsmoleküle, welche u. a. für den Metastasierungsprozeß ("andocken") verantwortlich gemacht werden, hemmen kann (Adhäsionsmolekül CD 44).
Man hat festgestellt, daß die bereits erwähnten "blocking factors" identisch sind mit Immunkomplexen. Diese entstehen z. B. durch einen Überschuß von Tumorzellantigen mit Antikörpern, welche nach der Zerstörung von Krebszellen freigesetzt werden.
Dieses Überangebot von Immunkomplexen lenkt das Immunsystem ab, man nennt das „Escape Phänomen)“ es wird damit "beschäftigt" und somit von seiner eigentlichen Abwehrfunktion abgelenkt. Enzyme können diese Immunkomplexe auflösen und damit Krebs bekämpfen.

Vorteile einer ergänzenden Enzymtherapie bei Chemo- und Strahlentherapie

Bei Chemotherapie:
1 . Übelkeit, Brechreiz und Haarausfall werden reduziert.
2. Toxische Effekte einzelner Chemotherapeutika bleiben aus.
3. Verbesserter Appetit und Gewichtszunahme.
4. Verminderung von Depression und Schwächezuständen.
5. Deutliche Hebung der Lebensqualität.

Bei Bestrahlung:
1 . Verminderung von Durchfall.
2. Stoppt die Entzündung von Schleimhäuten.
3. Reduktion von Hautentzündungen.
4. Verminderung der Nebenwirkungen von Medikamenten, die zur Gegensteuerung der Radiatio notwendig sind.