Aktueller Gesundheitstipp Okt. 2003

Gelenkschmerzen - Maßnahmen zur Linderung:

Man sagt, der Mensch sei so jung wie seine Gelenke. Im Laufe des Lebens können Verschleisserscheinungen auftreten, zum Beispiel Arthrose, eine chronische Erkrankung der Gelenke, die durch Abnutzungs- und Alterserscheinungen hervorgerufen wird.  Oft werden starke Schmerzmittel zum ständigen Begleiter und bald kommen zu den Gelenkbeschwerden auch noch Nebenwirkungen der Schmerzmittel hinzu.

Sobald die nasskalte Jahreszeit beginnt, leiden viele Menschen an schmerzenden Gelenken.  Eine Behandlung der Arthrose oder des Rheumas ist dem Arzt oder Heilpraktiker vorbehalten, aber es gibt eine Menge naturheilkundlicher Maßnahmen, die Sie zu Hause selbst anwenden können, um die Beschwerden zu lindern:

Gegen Muskel- und Gelenkschmerzen

Im akuten entzündlichen Stadium können Kälteanwendungen helfen. Umschläge mit Quark oder Kohlwickel (siehe unten) sind bewährte Methoden, die Entzündung zu bekämpfen.

Bei chronischen Gelenkschmerzen ist  dagegen Wärme oft hilfreich.

Johanniskrautöl

Dies bekommen Sie in der Apotheke oder im Reformhaus, Sie können es aber auch selbst herstellen:
25 g Johanniskraut werden  im Mörser zerdrückt, und  in ein grosses Braunglasgefäss gegeben, dazu ein Liter Olivenöl . Gut mischen, luftdicht verschliessen und an einem sonnigen Platz etwa 6 Wochen ziehen lassen. Das Öl bekommt eine leuchtend rote Farbe. Das Johanniskrautöl abfiltern, die wässrige Schicht abgiessen und das Öl kühl aufbewahren. Es ist etwa 9 Monate haltbar.

Quarkumschläge

Der Quark wird kalt auf ein feuchtes Tuch aufgebracht, mit der Quarkseite auf die Haut gelegt und mit einem Schal oder Wolltuch fixiert. Etwa eine halbe Stunde einwirken lassen.

Kohlwickel

Weisskohl - ein altes Hausmittel, das wegen seiner kühlenden Wirkung geschätzt wird. Bei Entzündungen entzieht er dem Körper Gift- und Schlackenstoffe. Die Blätter werden mit einem Nudelholz oder einer Flasche gewalkt, bis Saft austritt. Dann werden sie auf das entzündete Gelenk gelegt und mit einem Tuch umwickelt. Alternativ kann auch Wirsing in gleicher Weise verwendet werden. Am besten über Nacht einwirken lassen.

Sellerietee

Man schneidet die  Sellerieknolle in kleine Stücke, übergiesst sie mit kaltem Wasser und lässt sie kurz aufkochen.

Den Sud dann absieben, und täglich zwei Tassen davon trinken. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn eine Nierenerkrankung besteht. Dann darf der Tee nicht getrunken weren.

Rheumatee

Brennesselkrat 20g

Mädesüssblüten 20g

Weidenrinde 30g

Goldrute 30g

In der Apotheke mischen lassen. Zubereitung:
Pro ¼ l 1 Teel. Der Mischung mit kaltem Wasser übergiessen , 1 Stunde ziehen lassen. Bis zum Kochen erhitzen, sofort vom Herd nehmen, wieder 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und sofort trinken. Täglich sind 3 bis 4 Tassen sinnvoll.

 

Anwendungen im nicht-entzündlichen Zustand

In diesen Phasen hilft vor allem Wärme. Eine lokale Erwärmung der Haut und des darunter liegenden Gewebes fördert die Durchblutung und die Entspannung der Muskulatur. Dafür sind Bäder wie Heublumen- oder fertig käufliche Rheumabäder zu empfehlen. Am besten eignet sich ein ansteigendes Bad, bei dem die Temperatur von 37 auf 39 Grad erhöht wird. Die Badedauer beträgt 15 Minuten und sollte 2-3 mal pro Woche durchgeführt werden.

Heusack

Den Heusack anfeuchten und in einem Kochtopf dämpfen. Er darf dabei nicht im Wasser liegen. 1 Stunde dämpfen, anschliessend den heissen Heusack heraus nehmen, kurz an der Luft abkühlen lassen. Sobald er eine verträgliche Temperatur hat, den Heusack auf die zu lockernde Muskelpartie oder auf das Gelenk legen, mit Tüchern umwickeln und ½ bis 1 Stunde einwirken lassen.

Badezusätze aus ätherischen Ölen

Als Badezusatz empfiehlt sich Rosmarinöl, kombiniert mit Eukalyptusöl, um eine hautreizende und durchblutungsfördernde Wirkung zu erzielen. Nicht bei Bluthochdruck anwenden!

 

Massageöl

 

Auf ¼ l Olivenöl gibt man 5 Tr. Wacholderöl, 5 Tr. Rosmarinöl, 5 Tr. Lavendelöl und 5 Tr. Zitronenöl.