Aktueller Gesundheitstipp Sept. 2003

Herbstzeit - Teezeit

Diskutiert wird seit einer Veröffentlichung der Stiftung Warentest eine
Schadstoffbelastung mit Pestiziden in Tees. Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger
finden in der Mehrzahl der Teeanbaugebiete grosse Anwendung.
Speziell in Japan und China- den Hauptanbaugebieten - werden diese in hohem
Masse eingesetzt. Wirtschaftlich Zwänge der Teebauern und die Notwendigkeit,
während der Lagerung gegen Käferbefall zu schützen führen zur Anwendung der
Pestizide. Japanische Tees werden dagegen meist in Kühlhäusern gelagert, so
dass dieser Lagerschutz oft nicht angewendet werden muss. In China und Taiwan
wird Tee oft unter hochwachsenden Obstbäumen angebaut, die stark gespritzt
werden.

Importierte Tees werden aufgrund der Höchstmengenverordnung regelmässig
untersucht, jedoch erstrecken sich derartige Kontrollen aus Kostengründen nur auf
einzelne Lose. Die größte Menge geht ohne Untersuchung in den Markt, da
flächendeckende Untersuchungen Tee mit Mehrpreisen von bis zu vier Mark pro Kilo belasten würden. Belastet sind häufig billigere Sorten und Sorten, die für
aromatisierte Mischungen Verwendung finden. In feinen und höher gewachsenen
Sorten ist der Pestizidgehalt meist geringer.

Durch das Kochen gehen von einer typischen Belastungsmenge von 2-5 mg/kg
etwa bis zu 10% aufgrund der schweren Löslichkeit der Pestizide in das
Teegetränk über. Pro kg Tee können ca. 1000 Tassen Tee gebraut werden.
Empfehlenswert ist der Verzehr biologisch angebauter Tees, die im Fachhandel
erhältlich sind. Auch geringere Ziehzeiten können zu einer Verminderung der
Schastoffbelastung führen. (Quelle:
www.biomess.de)

Generell sind einheimische Teesorten aus biologischem Anbau den
importierten Sorten vorzuziehen.

Hier stelle ich Ihnen einige Teemischungen vor, die sich hervorragend als
Haustee für die kältere Jahreszeit eignen: Diese Mischungen können Sie in
Apotheken oder guten Kräuterfachhandlungen anfertigen lassen. Die Angaben ergben jeweils 50g Tee. Sie können die Mengen porblemlos verdoppeln.

Zubereitung: Pro 1/4l 1 TL Kraut verwenden, mit kochendem Wasser übergießen
und zugedeckt (um die ätherischen Öle zu erhalten!) 5 Minuten ziehen lassen.

Herbsttee 1

Brombeerblätter
Hagebuttenfrüchte
Holunderblüten
Fenchelfrüchte


Hustentee 1

Spitzwegerichblätter
Thymiankraut
Fenchelfrüchte
 

 

10g
10g
10g
20g


 

20g
20g
20g
 

Herbsttee 2

Melissenblätter
Lindenblüten
Orangenblüten
Pfefferminzblätter


Hustentee 2

Holunderblüten
Spitzwegerichblätter
Thymiankraut
Huflattichblätter

 

10g
20g
10g
10g


 

20g
10g
10g
10g

Die Hustentees mit etwas Honig süßen, der ebenfalls schleimlösend wirkt.